AUREG > Aureg im Überblick

Aureg im Überblick

Das Internet entwickelt sich zu einer umfassenden Informationsquelle, die in vielen Wirtschaftsbereichen aber auch in der Verwaltung zunehmend intensiv genutzt wird. Die Nutzung des Internets zur Online-Einsichtnahme in zentral geführte gerichtliche Register vereinfacht und beschleunigt insbesondere für Notare, Anwälte, Auskunfteien, aber auch für Registergerichte und Justiziare die Informationsbereitstellung. Autorisierte Nutzer werden die im elektronisch geführten Handels- und Genossenschaftsregister usw. gespeicherten Daten direkt via Internet abrufen können.

In einem Gemeinschaftsprojekt der Landesjustizverwaltungen Brandenburg und Berlin mit den Unternehmen AM-SoFT und BGS Systemplanung AG entsteht ein umfassendes Registerauskunftssystem mit dem Namen AUREG.

Ein Prototyp des AUREG läuft bereits erfolgreich seit Januar 1999 in den Registergerichten des Landes Brandenburg. Ein erster funktionsfähiger Kernabschnitt der endgültigen Version wird bis Juni 2001 realisiert sein. Die Fertigstellung des Gesamtsystems einschließlich der kompletten Abruflösung wird bis November 2001 abgeschlossen sein.

Die Absprachen der Justizverwaltungen in den BLK-Gremien werden in AUREG vollständig umgesetzt. So sind insbesondere Masken und Abfrageroutinen mit den Entwicklungen in anderen Ländern zielgerichtet abgestimmt.
Das Verfahren ist besonders zukunftsoffen. Die Technik zur Speicherung aller notwendiger Informationen etwa über eingereichte Bilanzen, sowie die Bilanzen selbst, wird bereits in der ersten Ausbaustufe verfügbar sein.

Die konsequente Nutzung von Internet Technologien erlaubt eine hocheffektive Skalierbarkeit des gesamten Systems vom Einzelplatz über LAN Anwendungen bis hin zu verschiedenen Formen verteilter Netzwerke mit zentralisiertem Register.
Die Serversysteme sind plattformunabhängig (Unix oder NT) und offen für verschiedene relationale Datenbanken (zunächst Informix) ausgelegt. Der Client ist für Microsoft NT Workstations entwickelt und integriert das Textsystem Microsoft Word.
Die Speicherung der Registerblätter im XML-Format erlaubt eine zukunftsträchtige und kostengünstige Anpassung an die im Registerverfahren besonders dynamische Änderung der Fachanforderungen und gewährleistet Planungssicherheit. Die besonderen Vorteile des aktuellen Übertragungsstandards SOAP erlauben die sichere Datenkommunikation mit SSL-Verschlüsselung zur Absicherung des Datenverkehrs, der über kostengünstige IP-Netzwerke abgewickelt wird.
Besondere Sicherheit wird weiterhin durch den Einsatz der "digitalen Signatur" gewährleistet. Bereits für die Realisierung der Anforderungen an eine interne elektronische Unterschrift für Eintragungen in das Register werden die Mechanismen der gesetzeskonformen digitalen Signatur verwendet.

Durch ein internes Trustcenter kann sowohl die Echtheit einer Unterschrift, wie auch die Integrität des Registerblattes dauerhaft und dadurch unabhängig von Entwicklungen im Bereich der digitalen Signatur gewährleistet werden.

Über ein entsprechendes Rollen- und Rechtekonzept ist sichergestellt, dass ausschließlich autorisierte Nutzer nur die Daten sehen oder bearbeiten können, für die Sie zuständig sind. Die Administration wird durch ein durchgehendes Transaktionskonzept mit Protokollierungs- und Alarmmechanismen (e-mail, SMS) unterstützt.