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Der elektronische Rechtsverkehr nimmt Fahrt auf

300 Anwälte interessierten sich in Freiburg und Lörrach für den ERV

Die Rechtsanwaltskammer Freiburg hat für ihre Mitglieder zwei Veranstaltungen zum Elektronischen Rechtsverkehr (ERV) organisiert. Insgesamt versammelten sich am 7. Oktober im Stadthotel Freiburg und am 8. Oktober 2008 im Amtsgericht Lörrach insgesamt über 300 Rechtsanwälte. Ab 1. Dezember 2008 soll das Landgericht Freiburg in allen Zivilsachen elektronisch erreichbar sein.

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Die begrüßenden Worte sprach in Freiburg der Präsident der Kammer Dr. Michael Krenzler und hob die Vorteile des elektronischen Rechtsverkehrs hervor. Ihm folgte mit überzeugenden Worten zu den Motiven für die rasche Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs Ministerialdirigent Volker Ellenberger vom Justizministerium Baden-Württemberg. Rechtsanwalt Frank Freiherr von Schwerin hob als Beauftragter der Kammer für den ERV den nur geringen Einführungsaufwand für Signaturkarte, Lesegerät und Software hervor, dem hohe Nutzenpotenziale gegenüberstehen.

Assessor jur. Holger Bogs von dem auf Justiz und Anwaltschaft spezialisierten Unternehmen AM-SoFT veranschaulichte die zentralen gesetzlichen Vorschriften und belegte, dass der elektronische Rechtsverkehr die Rechtssicherheit erhöht. Zudem können Rechtsanwälte Kosteneinsparungen bis zu 30 % erzielen, so Holger Bogs, der Erfahrungen brandenburgischer Rechtsanwälte zitierte.

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Ass. jur. Holger Bogs, Produktmanager AM-SoFT IT-Systeme, beim Vortrag in Freiburg

Doch nicht nur die Theorie wurde beleuchtet. Für die vielen Gäste wurde der elektronische Rechtsverkehr live über eine schnelle Funkdatenverbindung zum echten Server in der Ferne vorgeführt. Die Besucher konnten sich davon überzeugen, wie einfach das Signieren eines Schriftsatzes von der Hand geht: Roten Signaturknopf in Word drücken, Geheimzahl analog Bankautomat eingeben und fertig! Der elektronische Rechtsverkehr fügt sich nahtlos in bestehende arbeitsteilige Organisationsstrukturen in der Kanzlei ein. Auch die aus Sicherheitsgründen teilweise vorgenommene Trennung zwischen Kanzleinetzwerk und isoliertem Internet-PC stellt kein Problem dar.

Der elektronische Rechtsverkehr harmoniert mit der häufig von Mandanten geforderten sicheren elektronischen Kommunikation. Daraus ergibt sich über die Rechtsanwaltskanzlei eine nahtlose und sichere elektronische Verkettung vom Mandanten bis hin zum Richter und wieder zurück.

Der Präsident des Landgerichts Freiburg Jochen Teigeler ermunterte die Rechtsanwälte, Signatur und ERV auszuprobieren, zu testen und zu nutzen.

In der Summe wurden 15 Vorteile des elektronischen Rechtsverkehrs im Vergleich zu papierbasierter Arbeit dargestellt, so auch am 8. Oktober in Lörrach, wo sich die Gäste ebenfalls aufgrund des über den Schätzungen liegenden Interesses dicht drängten.

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Für das Justizministerium legte der Projektleiter für den ERV Richter Dr. Stephan Beichel-Benedetti die politische Bedeutung des Pilotprojekts dar und zeigte u. a. den durch die Justiz gebotenen Servicegewinn für die Rechtsanwälte auf.

Ein sehr hoher Anteil der Anwälte gab noch während der Veranstaltung an, die Teilnahme am ERV ernstlich in Betracht zu ziehen. Beide Veranstaltungen waren damit ein großer Erfolg und zeigten eindrucksvoll, dass im Landgerichtsbezirk Freiburg der Weg für den elektronischen Rechtsverkehr frei ist.

Die Vortragsunterlagen sind einsehbar unter:

https://dokserver.elrev.net/demo/

Benutzername: freiburg
Kennwort: lörrach

Die Unterlagen befinden sich im Ordner Präsentationen.

 

 

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